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Reiche Familien investieren verstärkt in Sport

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Sport wird für ultra-vermögende Familien zunehmend zu einem festen Bestandteil der Vermögensplanung und verliert seinen Charakter als reines Prestigeobjekt. Das geht aus dem neuen „Principal Discussions Report“ von J.P. Morgan hervor.

Der Bericht basiert auf ausführlichen Gesprächen mit Milliardärsfamilien und zeigt, dass Sport in vielen Portfolios zu einem strategischen Investment avanciert. Rund ein Fünftel der befragten Familien besitzt bereits ein Team, und unter den sogenannten Spezialvermögenswerten liegen Klubs und Arenen mit 34 Prozent klar vor Kunst oder Autos. Damit verschiebt sich die Wahrnehmung: Während Yachten oder Flugzeuge weiterhin als Konsum gelten, wird Sport als wertstabil und steuerbar betrachtet.

Parallel nimmt das Interesse an aktiver Kontrolle zu. Fast 70 Prozent der Befragten bevorzugen Engagements in privaten Märkten mit Einfluss auf Strategie, Governance und operative Entscheidungen. Diese Haltung prägt auch den Sportsektor. Viele Investoren streben Mehrheiten oder führende Positionen an, um Klubführung, Infrastruktur und langfristige Entwicklungspläne mitzugestalten. Beispiele reichen vom Rekordverkauf der Boston Celtics über den Einstieg von Jim Ratcliffe bei Manchester United bis zu vollständig privat finanzierten Arena-Projekten wie dem Intuit Dome der LA Clippers.

Der Zugang zu Deals bleibt stark beziehungsbasiert, wird aber zunehmend professionell abgewickelt: Banken strukturieren maßgeschneiderte Kredite, während Familien die Due-Diligence-Prozesse privater Investmentfonds übernehmen. Rechtehalter sehen vermehrt Investoren, die komplette Kapitalstrukturen und klare Ausbaupläne mitbringen.

Neben Rendite spielen weitere Motive eine Rolle. Viele Familien betonen die Bedeutung von Legacy, Zusammenhalt über Generationen hinweg und gesellschaftlichen Effekten. Besonders der Frauen-Sport rückt in den Fokus, getrieben von Investorinnen und Investoren, die auf langfristiges Wachstum setzen. Die jüngsten Bewertungen – etwa beim Einstieg in das Frauen-Team von Chelsea oder beim Verkauf einer Beteiligung an den New York Liberty – unterstreichen diese Entwicklung.

Insgesamt fügt sich der Trend in eine allgemeine Verschiebung hin zu privaten Anlagen ein. Öffentliche Märkte sind geschrumpft, während private Investments wachsen. In diesem Umfeld wird Sport zunehmend als eigenständiges, zukunftsträchtiges Asset wahrgenommen – mit emotionaler Bindung, wirtschaftlichem Potenzial und großem Einfluss auf Marke und Infrastruktur.

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