78,8 Prozent der Hertha-KG liegen seit dem Zusammenbruch von 777 Partners bei A-CAP. Der Klub hält einen Rückkauf weiter für möglich – konkrete Verkaufspläne bestehen jedoch noch nicht.
Hertha BSC beschäftigt sich laut einem Kicker-Bericht weiterhin mit der Möglichkeit, die Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA zurückzukaufen, die aktuell bei der US-Versicherungsgesellschaft A-CAP liegen. Das bestätigten Präsident Fabian Drescher und Finanzchef Ralf Huschen nach der Mitgliederversammlung des Zweitligisten.
Die Anteile waren nach der Insolvenz von 777 Partners an A-CAP übergegangen. 777 hatte zuvor 64,7 Prozent der Anteile vom früheren Investor Lars Windhorst übernommen und seinen Anteil über eine Kapitalerhöhung auf insgesamt 78,8 Prozent ausgebaut. Seit Juni hält laut Kicker-Bericht die A-CAP-Tochter ACM Delegate LLC das Paket. Bereits zuvor hatte A-CAP die Investmentbank Moelis & Company beauftragt, mögliche Verkäufe der 777-Fußballbeteiligungen zu prüfen.
Drescher betonte, dass ein Rückkauf weiter ein Ziel sei, gleichzeitig aber nur bei realistischen finanziellen Möglichkeiten infrage komme. Man wolle zumindest die Mehrheit der Anteile wieder unter Kontrolle bringen.
Aus Sicht des Klubs ist mittelfristig mit einem Verkauf des Anteils zu rechnen. „A-CAP hat uns in den Büchern und will uns schon verkaufen“, sagte Huschen. Konkrete Gespräche oder Angebote gebe es derzeit jedoch nicht. Der Austausch zwischen Hertha und A-CAP sei gut, von Zeitdruck sei nichts zu spüren.
Unabhängig davon verfügt Hertha über ein vertraglich festgelegtes Veto-Recht, das dem Klub Mitspracherechte bei der Auswahl eines potenziellen Käufers garantiert.