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Kritik an Ticketpreisen für WM 2026: Fans fordern Verkaufsstopp

(c) FIFA

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Die Fifa steht wegen der Ticketpreise für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zunehmend in der Kritik.

Wie The Guardian berichtet, kosten die günstigsten Tickets für das WM-Finale im MetLife Stadium in New Jersey mehr als 3.000 Pfund. Fanvertreter sprechen von überhöhten Preisen und fordern einen sofortigen Stopp des Ticketverkaufs.

Konkret bezieht sich die Kritik auf die sogenannten PMA-Kontingente (Participant Member Association), die eigentlich besonders engagierten Fans vorbehalten sind. Laut veröffentlichten Preislisten – unter anderem des kroatischen Fußballverbands – liegt der günstigste Finalticketpreis bei umgerechnet rund 3.120 Pfund. Football Supporters Europe (FSE) bezeichnete dies als „monumentalen Verrat“ an den Fans und kritisierte die Preisgestaltung als „exzessiv“.

Nach Berechnungen von FSE müssten Fans, die ihr Team von der Gruppenphase bis ins Finale begleiten wollen, mindestens rund 5.100 Pfund für Tickets einplanen – etwa das Fünffache im Vergleich zur WM 2022 in Katar. Reise- und Unterkunftskosten sind dabei noch nicht berücksichtigt. Für England-Fans liegen die günstigsten Gruppenspieltickets zwischen 165 und 195 Pfund, Halbfinaltickets würden mindestens 687 Pfund kosten.

Zum Vergleich verweist The Guardian darauf, dass Tickets für das Finale der Europameisterschaft 2024 in Deutschland bereits ab 95 Euro erhältlich waren. Auch bei der EM hätte das Verfolgen eines Teams bis ins Endspiel in den günstigsten Kategorien deutlich unter den nun aufgerufenen WM-Preisen gelegen.

FSE fordert die Fifa auf, den Ticketverkauf auszusetzen, Gespräche mit Fanorganisationen aufzunehmen und die Preisstruktur grundlegend zu überprüfen. Zusätzlich steht die Praxis der dynamischen Preisgestaltung in der Kritik, bei der Ticketpreise je nach Nachfrage schwanken. Die Fifa hat zu den Vorwürfen bislang keine Stellungnahme abgegeben.

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