Das Duell zwischen den Atlanta Falcons und den Indianapolis Colts im November 2025 generierte laut der von „The Sports Consultancy“ durchgeführten „2025 NFL Berlin Game Impact Study“ einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von 74,3 Millionen Euro.
Vor 72.203 Zuschauerinnen und Zuschauern im Berliner Olympiastadion setzten sich die Indianapolis Colts nach Overtime mit 31:25 durch. Auch abseits des Spielfelds sorgte die Veranstaltung für hohe Ausgaben der Besucher. NFL-Fans gaben während ihres Aufenthalts in Berlin durchschnittlich 373 Euro pro Tag aus. Zum Vergleich: Laut Zahlen von Visit Berlin liegen die durchschnittlichen Tagesausgaben von Hotelgästen in der deutschen Hauptstadt bei rund 197 Euro. Damit lagen die Ausgaben der Football-Fans deutlich darüber.
Auch im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen ordnet sich das NFL-Spiel im oberen Bereich ein. So wurde dem DFB-Pokalfinale in Berlin zuletzt ein wirtschaftlicher Effekt von rund 50 Millionen Euro zugeschrieben, während der Berlin-Marathon je nach Betrachtung bis zu 400 Millionen Euro generieren kann.
Weltweit verfolgten laut NFL insgesamt 8,0 Millionen Menschen das Spiel im Fernsehen. Darüber hinaus setzte die Liga auf ein umfangreiches Rahmenprogramm in der Stadt. Die dreitägige „NFL Experience Berlin“ am Brandenburger Tor zog mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher an. Über 10.000 Menschen probierten dort aktiv Flag Football aus, das 2028 erstmals olympisch sein wird.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nachwuchsarbeit. Gemeinsam mit Partnern und dem Land Berlin brachte die NFL nach eigenen Angaben mehr als 3.400 Kinder und Jugendliche aus 125 Schulen und Jugendorganisationen mit Flag Football in Kontakt. Zusätzlich wurden an 45 Schulen über 250 Pädagoginnen und Pädagogen geschult. Auch ein inklusives Flag-Football-Turnier in Zusammenarbeit mit den Special Olympics Berlin wurde durchgeführt.
Alexander Steinforth, General Manager der NFL in der DACH-Region, sagte: „Die Premiere in Berlin war für uns ein weiterer Meilenstein in Deutschland und hat noch einmal gezeigt, dass wir uns in Deutschland etabliert und erfolgreich weiterentwickelt haben. Während der gesamten Woche ist es uns und unseren Partnern sehr gut gelungen, Football und die NFL für die vielen Fans in Berlin und weltweit erlebbar zu machen.“
Auch Berlins Sportsenatorin Iris Spranger zog ein positives Fazit: „Mit dem ersten regulären NFL-Spiel im Olympiastadion Berlin haben wir ein Stück Sportgeschichte geschrieben. Acht Millionen Fans weltweit haben allein im TV verfolgt, wie unsere Sporthauptstadt zu einer perfekten Bühne für ein spannendes Spiel wurde.“
Auch digital verzeichnete die NFL Germany hohe Reichweiten. Rund um das Berlin Game wurden auf den deutschen Social-Media-Kanälen der Liga mehr als 55 Millionen Videoaufrufe und 83 Millionen Impressionen registriert. Gegenüber dem NFL Munich Game 2024 entspricht dies einem Anstieg von 13 Prozent bei den Videoaufrufen und 37 Prozent bei den Impressionen.
Deutschland gilt mit rund 20 Millionen Fans als größter NFL-Markt Europas. Nach München (2022 und 2024), Frankfurt (2023) und Berlin (2025) wird die Liga im Jahr 2026 erneut in München gastieren. Dort treffen die Detroit Lions am 15. November auf die New England Patriots.